VK Lynne - Whiskey Or Water

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2010

Label
Eigenproduktion

Besetzung
Gesang: VK Lynne (Hoegni bei Track 8)
Alle Instrumente: James Thomas

Tracklist
1.Find Me
2.Mess Like You
3.Dust Between The Dirt
4. Carnal Crucifixion
5.Whiskey Or Water
6.Coming Down
7. Salvation In The Sky
8.He Rolls (featuring Hoegni)
9.Free
10.Sunday

Datum: 11.06.2010 - Autor Frank
Ich weiß gar nicht wann es losging mit diesem weiblichen Singer/Songwriter Boom. Es scheint aber, dass es gar nicht abreißt. Ich hab mir damals die Sheryl Crow „ Tuesday Night Music Club“ zugelegt. Die Scheibe hatte irgendetwas faszinierendes, obwohl es nicht wirklich meine Art der Unterhaltung ist. Zuletzt war es dann Amy McDonald, die meine Hard & Heavy Dauerrotation unterbrochen hat. Wenn ich schon diese Schwäche hab, kann ich VK Lynne besprechen. VK ist die rockige Alternative zu Amy! Keine Frage, die beiden genannten Damen und auch viele andere Sängerinnen dieses Genres haben eine gute Stimme, jenseits der Piepsmäuschen die einem die Radiosender in die Ohren pusten wenn man nicht schnell genug wegdrückt. Hier gibt es kein poppig-süßes kleines Mädchen Gesäusel, kein aufgesetzt kehligen Soul, wie ihn die Leute anbringen wollen, die eigentlich nicht richtig singen können (ja – genua die die dann in diesen Casting Shows rumturnen) sondern eine varianten- und facettenreiche Stimme. Die Frau kann vom gradlinigen Bluesrocker „Find me“ oder „ Mess Like You“ bis zur gefühlvollen Ballade alles. Bei den balladesken Stücken hat sie vom verträumten bis zum leidenden Tonfall alles drauf. Ein absoluter Geheimtipp, der hoffentlich nicht geheim bleibt.

Die Songs kommen punktgenau und verbreiten eine angenehme, immer rockige Atmosphäre, so dass man die CD einfach genießen, aber auch konzentriert zu hören, kann. Das letzte Mal, dass ich von einer ruhigeren Scheibe die so gar nicht unter den großen Hut Metal passt so angetan war, war bei der ersten Soloscheibe von Michael Dickes. Mal sehen ob VK genau wie Michael auch nach fast 20 Jahren noch regelmäßig in meinem CD Player landet. Die Frage „Whiskey or Water“ stellt sich hier nicht? Eher die Frage nach dem Preis, der für dieses feine Gesöff (nicht das Wasser) aufgerufen werden kann.

Etwas negativ wirkt sich für mich die Verwendung eines Drumcomputers aus. Bei der Musik die VK macht funktioniert das zwar noch, aber mit einem Drummer aus Fleisch und Blut würde der Song lebendiger wirken.

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